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| Juni
2010: Roderick Kühne zieht’s nach Marokko
Roderick Kühne verlässt die tur gmbh für einen
einjährigen Einsatz in Marokko, wo er sich für die DEZA
weiter mit Naturgefahren beschäftigt. Als Mitglied der Gruppe
Desaster Risk Reduction wird er sich im Rahmen verschiedener Projekte
mit der Gefährdung durch Erdbeben und Hochwasser beschäftigen.
Dazu gehören die Bereiche Gefahrenkartierung, Prävention,
technische Massnahmen, Frühwarnung und Intervention.
Roderick ist in den hektischen Tagen des Unwetters vom August 2005
zur tur gmbh gestossen. Überschwemmt von Hochwasser und Arbeit
baten wir ihn, seine Praktikumsstelle einige Tage früher als
abgemacht anzutreten. Er sagte spontan zu und hat uns ab dem nächsten
Tag tatkräftig unterstützt: Es waren mehr als 400 Rutschungen
und zahlreiche Wildbachereignisse zu dokumentieren.
Seit Dezember 2006 hat sich Roderick als Sachbearbeiter Naturgefahren
engagiert und kompetent für die tur gmbh eingesetzt. Sein
breites Arbeitspektrum reichte von Gefahrenbeurteilungen im Wildbach-
und Lawinenbereich, über Risikoanalysen, Massnahmenevaluationen
bis zur Leitung des GIS-Bereichs.
Seine zuverlässige und kollegiale Art sowie seinen Humor,
der auch beim Vermessen des Geschiebesammlers im dichten Schneegestöber
stets präsent war, haben wir alle sehr geschätzt.
Wir wünschen Roderick eine spannende und gute Zeit in Marokko!
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| Mai
2010: Gefahrenkarten im Mapservice des Kantons Graubünden Seit neuestem sind die Gefahrenkarten für die Öffentlichkeit
zugänglich. Die von Bund und Kanton finanzierten Gefahrenkarten
sind auf dem Mapservice des Kantons Graubünden einsehbar.
Es werden die Naturgefahrenprozesse Lawinen, Wasser, Steinschlag
und Rutschung dargestellt. Ein Grossteil des Siedlungsgebietes
ist beurteilt. Voraussichtlich werden die Gefahrenkarten für
den Siedlungsbereich bis 2015 vollumfänglich digital verfügbar
sein.
Die tur gmbh hat in diversen Gemeinden an der Erarbeitung dieser
Gefahrenkarten mitgewirkt.
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| April
2010: Die tur gmbh ist Mitglied von ecorisQ
Die
tur gmbh ist neu Mitglied der internationalen Vereinigung ecorisQ
für Experten welche sich mit Sturz-, Rutsch- und Lawinengefahren
sowie mit Schutzwaldfragen beschäftigen.
ecorisQ befasst sich mit der Interaktion zwischen Naturgefahren
(Steinschlag, Felssturz, Lawinen, Rutschungen) und Wald. Die wichtigsten
Ziele der Vereinigung sind die Förderung eines nachhaltigen
und wenn möglich ökologischen Schutzes gegen Naturgefahren
im Berggebiet sowie die Erhöhung der Transparenz und Nachvollziehbarkeit
von Naturgefahrenanalysen. ecorisQ umfasst Mitglieder aus den Bereichen
Geologie, Geomorphologie, Forstwirtschaft, Naturgefahren, Risikoanalyse,
Modellierung/Simulation und Geomatik.
Neben dem 3D Modell Rockyfor3D zur Berechnung von Trajektorien,
Reichweiten und Kinematik von Stein- und Blockschlägen hat
ecorisQ verschiedene Methoden zur Quantifizierung der Schutzwirkung
des Waldes entwickelt (z.B. RockForNet).
Neben Naturgefahren- und Risikobeurteilung engagiert sich ecorisQ
auch in waldbaulichen Projekten zur Verbesserung der Schutzfunktion
von Wäldern auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Der internationale Austausch von Wissen und Erfahrungen wird mittels
der Organisation von Tagungen/Exkursionen sowie durch diverse Veröffentlichungen
gefördert.
Mit dem Beitritt zu ecorisQ stärkt die tur gmbh ihre Kernkompetenz
in den Bereichen Naturgefahrenbeurteilung, Risikoanalyse, Schutzwaldbewirtschaftung
und Massnahmenplanung. Neue, effiziente Tools ergänzen die
bestehende Methodik und helfen bei der Beantwortung von praktischen
Fragen. Mit Rockyfor3D können echte 3D-Modellierungen von
Stein- und Blockschlag durchgeführt werden, welche wichtige
Grundlagen für Risikoanalysen, Waldbau oder Bemessung von
Schutzmassnahmen liefern.
Durch den Beitritt zu ecorisQ fördern wir auch den internationalen
Austausch, pflegen Kontakte und stellen sicher, dass die neuesten
Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis in unsere Arbeit einfliessen.
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| 2010:
Adrian Räz nun fest bei der tur gmbh
Adrian
Räz hat sein Geographie-Studium mit einer Diplomarbeit
im Bereich Lawinen - Thematik „Schneedeckenaufbau“ -
2008 abgeschlossen. Ab Herbst 2009 absolvierte er bei der tur gmbh
ein Praktikum. Dabei hat er sein Fachwissen, seinen effizienten
Arbeitsstil und sein Interesse für den Fachbereich Naturgefahren
unter Beweis gestellt. Seit Anfang 2010 gehört er fix zum
tur-Team.
Als
begeisterter Bergsportler ist er mit unserem prioritären
Arbeitsumfeld bestens vertraut. Wir sind überzeugt, mit
ihm einen Mitarbeiter gefunden zu haben, der auch im Sinne unserer
Kunden
hervorragende Arbeit leisten wird.
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| August
2009: Beta-Test 3D-Lawinenmodellierung RAMMS des SLF Im
Rahmen der Gefahrenkartierung Lawinen in einer Bündner
Gemeinde testen unsere Gutachter das durch das Eidgenössische
Institut für Schnee und Lawinenforschung (SLF) entwickelte
3D-Simulationsprogramm RAMMS. Als ausgewähltes Ingenieurbüro
mit langjähriger Erfahrung in der Gefahrenbeurteilung Lawinen
wendet die tur gmbh die Software RAMMS neben bewährten Methoden
wie der 1D-Modellierung AVAL (SLF, 1999) an. Durch vergleichende
Modellierungen, Validierung im Gelände und Verifizierung anhand
von langjährigen Ereigniskatastern können wertvolle Aussagen
bezüglich praktischer Anwendbarkeit und Güte der Resultate
von RAMMS formuliert werden.
Während dieser ersten Evaluationsphase findet eine enge Zusammenarbeit
mit den Softwareentwicklern und Lawinenexperten des SLF statt.
In diesem Rahmen können wertvolle Erfahrungen ausgetauscht
und neue Erkenntnisse zur dreidimensionalen Lawinenmodellierung
gewonnen werden. Der Fokus der tur gmbh liegt dabei bei der praktischen
Anwendung von RAMMS für Lawinen mit möglichst unterschiedlicher
Gelände- und Prozesscharakteristik. Erfahrungen aus diesem
konkreten Projekt helfen, um in Zusammenarbeit mit dem SLF und
den kantonalen Stellen die Möglichkeiten von RAMMS im Rahmen
der praktischen Gefahrenbeurteilung abzuschätzen. Damit kann
die Beurteilungsmethodik von Lawinenprozessen noch weiter verbessert
werden.
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April
2009: Die tur gmbh wächst weiter
Seit Anfangs April ergänzt Matthias Kalberer
das Team der tur gmbh.
Matthias verstärkt den Bereich Ingenieurwesen und Forstwesen.
Vor dem Forstingenieurstudium absolvierte Matthias eine Lehre als
Forstwart. Lernte so die Waldarbeit von Grund auf kennen und sammelte
wertvolle Erfahrungen in der Praxis. Die Arbeit im Wald hat Matthias
stets viel Spass bereitet, weshalb er sich schon seit Jahren beim
Bergwaldprojekt einsetzt, um Freiwillige mit seiner Freude am Wald
und der Waldarbeit zu infizieren.
Bei der Diplom- und Doktorarbeit, welche er am SLF in Davos absolvierte,
befasste er sich mit der Schutzwaldleistung in Bezug auf Steinschlag
und erarbeitete sich wissenschaftliches Grund- und Fachwissen.
Nach dem Abschluss der Dissertation zog’s Matthias ins Wallis.
Dort arbeitete Matthias zweieinhalb Jahre bei der BINA Engineering
SA, einem Forstingenieurbüro, bei dem er in der Projektierung
und Ausführung von forstlichen Projekten eingesetzt wurde.
Während dieser Zeit wurde Matthias stolzer Papa, weshalb er
nun die Freizeit am liebsten mit der Familie verbringt. Wie klein
Leo, welcher am liebsten Rutschbahnen runtersaust, mags Matthias
wenns runter geht, am liebsten möglichst steil und schnell
egal ob mit Ski oder Bike.
Wir freuen uns auf eine bäumige Zusammenarbeit
mit Matthias.
März
2009: Die tur gmbh verstärkt das Team
Nach einer zweimonatigen Akklimatisationsphase im letzten
Herbst arbeitet Monika Fässler seit dem 1. März
2009 als Sachbearbeiterin bei der tur gmbh.
Monika wird uns in den Bereichen Wildbächen, Naturgefahren und GIS unterstützen.
In diesen Fachbereichen hat sie ihr Geografiestudium an der Universität
Bern mit einer Diplomarbeit über die „Rolle von Gletschervorfeldern
bei Wildbachprozessen“ erfolgreich abgeschlossen. Danach hat sie als
wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ereignisanalyse 2005 mitgearbeitet.
Als engagierte OL-Läuferin verliert Monika auch in steilen und dicht bewachsenen
Wildbachböschungen nie den Halt und die Orientierung!
Wir freuen uns auf eine angenehme und spannende Zusammenarbeit mit Monika!
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Juni
2008: Murgangereignis Höfjibach 11.6.2008, Davos
Bereits
am 30. Mai 2008 löste sich aus einer grösseren Rutschungsmasse
im Einzugsgebiet des Höfjibaches eine spontane Rutschung und
führte zu einem Murgang im Gerinne. Der Murschub verursachte
erste Schäden am Holzverbau und führte zu Ablagerungen
auf dem unteren Kegelbereich. Aufgrund der geringen Kubaturen und
dem Fehlen von Schwemmholz hat die Kapazität des Brückenquerschnitt
gereicht.
Neue Niederschläge führten am 10./11.6.2008 zu einer
weiteren Destabilisierung des bereits durch die Schneeschmelze
wassergesättigten Rutschmaterials. Am Morgen des 11. Juni
ging ein weiteres Rutschpaket ab und löste einen Murgang mit
vergleichbarem Ausmass wie am 30. Mai aus. Wiederum reichte der
Strassendurchlass der Flüelastrasse knapp aus. Der Murgang
wies aufgrund des mehrheitlich feinkörnigen Materials eine
hohe Fliessgeschwindigkeit auf und zeigte eindrückliche Kurvenüberhöhungen
(Bild). Der Längsverbau aus Holz wurde durch starke Abrasion
und Erosion aufgrund seitlichem Umfliessen beschädigt, auch
die Blockmauer des Strassendurchlasses nahm Schaden. Aus der labilen
Rutschmasse lösten sich in der Folge laufend weitere kleine
Pakete und führten zu erneuten kleineren Murschüben.
Als erste Sofortmassnahme wurde die obere Höfjibrücke
durch die Gemeinde Davos entfernt, um Ausbrüche zu verhindern.
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| Roderick
bei den Aufnahmen inmitten eines Wildbaches (Foto: tur gmbh). |
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| Link:
Gefahrenkarten Mapserver GR |
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| Modellierung
mit Rockyfor3D (Bild: R. Kühne) |
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| Modellierung
mit Rockyfor3D (Bild: R. Kühne). |
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| Steinschlagschutzbauten
entlang von Verkehrsträger (Bild R. Kühne). |
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Adrian Räz, ab April 2010 fest bei der tur gmbh
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| Maximale Druckwerte einer 3D-Lawinenmodellierung
mit RAMMS (SLF, 2009) dargestellt im Geländemodell von GoogleEarth
(Bild: tur gmbh) |
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| Ergebnisse der Lawinenmodellierung können
anhand von realen Ereignissen verifiziert werden (Foto: tur gmbh) |
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| Matthias
Kalberer, ab 1. April neu bei der tur gmbh |
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Monika
Fässler, ab 1. März neu bei der tur gmbh |
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| Downloads: |
Murgangereignis
1 Höfjibach 11.6.08 (25 MB) |
Murgangereignis
2 Höfjibach 11.6.08 (50 MB) |
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| Sperrenverbau
mit Spuren des Murganges (Foto: tur gmbh) |
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Brücke
Flüela-Passstrasse mit Spuren des Murganges (Foto: tur gmbh) |
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