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| August
2009: Beta-Test 3D-Lawinenmodellierung RAMMS des SLF Im
Rahmen der Gefahrenkartierung Lawinen in einer Bündner
Gemeinde testen unsere Gutachter das durch das Eidgenössische
Institut für Schnee und Lawinenforschung (SLF) entwickelte
3D-Simulationsprogramm RAMMS. Als ausgewähltes Ingenieurbüro
mit langjähriger Erfahrung in der Gefahrenbeurteilung Lawinen
wendet die tur gmbh die Software RAMMS neben bewährten Methoden
wie der 1D-Modellierung AVAL (SLF, 1999) an. Durch vergleichende
Modellierungen, Validierung im Gelände und Verifizierung anhand
von langjährigen Ereigniskatastern können wertvolle Aussagen
bezüglich praktischer Anwendbarkeit und Güte der Resultate
von RAMMS formuliert werden.
Während dieser ersten Evaluationsphase findet eine enge Zusammenarbeit
mit den Softwareentwicklern und Lawinenexperten des SLF statt.
In diesem Rahmen können wertvolle Erfahrungen ausgetauscht
und neue Erkenntnisse zur dreidimensionalen Lawinenmodellierung
gewonnen werden. Der Fokus der tur gmbh liegt dabei bei der praktischen
Anwendung von RAMMS für Lawinen mit möglichst unterschiedlicher
Gelände- und Prozesscharakteristik. Erfahrungen aus diesem
konkreten Projekt helfen, um in Zusammenarbeit mit dem SLF und
den kantonalen Stellen die Möglichkeiten von RAMMS im Rahmen
der praktischen Gefahrenbeurteilung abzuschätzen. Damit kann
die Beurteilungsmethodik von Lawinenprozessen noch weiter verbessert
werden.
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April
2009: Die tur gmbh wächst weiter
Seit Anfangs April ergänzt Matthias Kalberer
das Team der tur gmbh.
Matthias verstärkt den Bereich Ingenieurwesen und Forstwesen.
Vor dem Forstingenieurstudium absolvierte Matthias eine Lehre als
Forstwart. Lernte so die Waldarbeit von Grund auf kennen und sammelte
wertvolle Erfahrungen in der Praxis. Die Arbeit im Wald hat Matthias
stets viel Spass bereitet, weshalb er sich schon seit Jahren beim
Bergwaldprojekt einsetzt, um Freiwillige mit seiner Freude am Wald
und der Waldarbeit zu infizieren.
Bei der Diplom- und Doktorarbeit, welche er am SLF in Davos absolvierte,
befasste er sich mit der Schutzwaldleistung in Bezug auf Steinschlag
und erarbeitete sich wissenschaftliches Grund- und Fachwissen.
Nach dem Abschluss der Dissertation zog’s Matthias ins Wallis.
Dort arbeitete Matthias zweieinhalb Jahre bei der BINA Engineering
SA, einem Forstingenieurbüro, bei dem er in der Projektierung
und Ausführung von forstlichen Projekten eingesetzt wurde.
Während dieser Zeit wurde Matthias stolzer Papa, weshalb er
nun die Freizeit am liebsten mit der Familie verbringt. Wie klein
Leo, welcher am liebsten Rutschbahnen runtersaust, mags Matthias
wenns runter geht, am liebsten möglichst steil und schnell
egal ob mit Ski oder Bike.
Wir freuen uns auf eine bäumige Zusammenarbeit
mit Matthias.
März
2009: Die tur gmbh verstärkt das Team
Nach einer zweimonatigen Akklimatisationsphase im letzten
Herbst arbeitet Monika Fässler seit dem 1. März
2009 als Sachbearbeiterin bei der tur gmbh.
Monika wird uns in den Bereichen Wildbächen, Naturgefahren und GIS unterstützen.
In diesen Fachbereichen hat sie ihr Geografiestudium an der Universität
Bern mit einer Diplomarbeit über die „Rolle von Gletschervorfeldern
bei Wildbachprozessen“ erfolgreich abgeschlossen. Danach hat sie als
wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ereignisanalyse 2005 mitgearbeitet.
Als engagierte OL-Läuferin verliert Monika auch in steilen und dicht bewachsenen
Wildbachböschungen nie den Halt und die Orientierung!
Wir freuen uns auf eine angenehme und spannende Zusammenarbeit mit Monika! |
Juni
2008: Murgangereignis Höfjibach 11.6.2008, Davos
Bereits
am 30. Mai 2008 löste sich aus einer grösseren Rutschungsmasse
im Einzugsgebiet des Höfjibaches eine spontane Rutschung und
führte zu einem Murgang im Gerinne. Der Murschub verursachte
erste Schäden am Holzverbau und führte zu Ablagerungen
auf dem unteren Kegelbereich. Aufgrund der geringen Kubaturen und
dem Fehlen von Schwemmholz hat die Kapazität des Brückenquerschnitt
gereicht.
Neue Niederschläge führten am 10./11.6.2008 zu einer
weiteren Destabilisierung des bereits durch die Schneeschmelze
wassergesättigten Rutschmaterials. Am Morgen des 11. Juni
ging ein weiteres Rutschpaket ab und löste einen Murgang mit
vergleichbarem Ausmass wie am 30. Mai aus. Wiederum reichte der
Strassendurchlass der Flüelastrasse knapp aus. Der Murgang
wies aufgrund des mehrheitlich feinkörnigen Materials eine
hohe Fliessgeschwindigkeit auf und zeigte eindrückliche Kurvenüberhöhungen
(Bild). Der Längsverbau aus Holz wurde durch starke Abrasion
und Erosion aufgrund seitlichem Umfliessen beschädigt, auch
die Blockmauer des Strassendurchlasses nahm Schaden. Aus der labilen
Rutschmasse lösten sich in der Folge laufend weitere kleine
Pakete und führten zu erneuten kleineren Murschüben.
Als erste Sofortmassnahme wurde die obere Höfjibrücke
durch die Gemeinde Davos entfernt, um Ausbrüche zu verhindern.
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| Maximale Druckwerte einer 3D-Lawinenmodellierung
mit RAMMS (SLF, 2009) dargestellt im Geländemodell von GoogleEarth
(Bild: tur gmbh) |
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| Ergebnisse der Lawinenmodellierung können
anhand von realen Ereignissen verifiziert werden (Foto: tur gmbh) |
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| Matthias
Kalberer, ab 1. April neu bei der tur gmbh |
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Monika
Fässler, ab 1. März neu bei der tur gmbh |
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| Downloads: |
Murgangereignis
1 Höfjibach 11.6.08 (25 MB) |
Murgangereignis
2 Höfjibach 11.6.08 (50 MB) |
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| Sperrenverbau
mit Spuren des Murganges (Foto: tur gmbh) |
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Brücke
Flüela-Passstrasse mit Spuren des Murganges (Foto: tur gmbh) |
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